Mein Social Media Check #1 – Lieferheld

grey Mein Social Media Check #1 LieferheldLieferheld ist ein cooles Unternehmen, keine Frage. Das Design ist gut, wirklich gut, alles ist stimmig und passt zueinander. Ich mag eigentlich alles am Corporate Design, die Farben, das Logo, die Homepage, die App und natürlich auch den Namen, der das Ganze präsentiert und auf seinen Schultern trägt. Gut, über das Gelb der Post kann man sich streiten, ich bin jedoch allgemein kein Freund dieser Farbe, was vielleicht zu diesem Gedanken führt.

Was mich jedoch etwas enttäuscht oder besser gesagt verwundert, ist die Nutzung von Social Media Kanälen. Lieferheld hat über 350.000 Fans auf Facebook, was wirklich viel ist, doch ich würde spontan sagen, dass da noch viel mehr geht, vor allem auf den anderen Kanälen. Hier mal eine Übersicht der Fans:

Twitter: 4.388
Google+: 3.001
YouTube: 192
Instagram: 88

Mir persönlich ist direkt aufgefallen, dass es sehr sehr sehr wenig Bilder in den Netzwerken von Lieferheld gibt, zumindest auf denen man das sieht, was sie anbieten, und zwar Essen. Meistens sehe ich auf Facebook Bilder der App, in Verbindung mit einem Gewinnspiel bzw Gutschein. Das ist ja auch alles kein Problem, und wunderbar für die Kunden, doch wo sind Pizzen oder andere Speisen? Mir ist durchaus bewusst, dass Liederheld nichts anderes als eine Plattform ist, über die man sein Essen schnell und einfach nach Hause bestellen kann. Dennoch glaube und finde ich, dass man viel mehr mit Bildern und sozialen Netzwerken arbeiten sollte, außer man hat bereits genug Kunden oder Fans. Dann ist dieser Vorschlag hinfällig, aber ansonsten hier meine Bitte:

Nutzt Instagram! 

Sind wir doch mal ehrlich, Essen und soziale Netzwerke gehören mittlerweile zusammen wie Horst Seehofer und die Maut, Himmel und Mond, Bild und Kai Diekmann. Es gehört quasi zum guten Umgangston auf Facebook, Instagram und Co, dass man sein Mittagessen ablichtet und Tags druntersetzt wie #yummy oder #foodporn.
Auch die Videofunktion von Instagram könnte man sicherlich super nutzen, genau wie den von Lieferheld selber eingeführten Hashtag #FutterFreitag. Ich könnte mir vorstellen, dass man die Fans beispielsweise dazu animiert, dass sie das gelieferte Essen vom Abend posten unter dem Hashtag und so die Chance haben auf einen Gewinn. Dies würde sicherlich dazu führen, dass Freunde und Follower, die diesen Tweet und das Bild sehen es favorisieren und selber retweeten.

Die Videos auf Facebook können bis zu 15 Sekunden lang sein, genug Zeit für eine kurze Backsendung. Es gibt sicherlich den ein oder anderen Mitarbeiter, der am Mittag sowieso auf Fertigessen zurückgreifen wird, warum dann nicht also selber machen und per Video festhalten? Diese Videos können auch länger sein als 15 Sekunden und man könnte sie auf dem YouTube Kanal hochladen und diese dann alle in einer Facebook App verlinken. Als erstes Video würde ich mir übrigens eine Backsession wünschen, wo eine Spaghettipizza kreiert wird, ein kulinarischer Hochgenuss.

Vor Kurzem hat man das PC Spiel GTA V verlost. Um am Gewinnspiel teilzunehmen, musste man lediglich einen Gutscheincode bei einer Bestellung eingeben. Hier hätte ich mir gewünscht, dass man eine App auf Facebook einrichtet, welche die Leute zum Fotografieren eines typischen Zocker-Abends auffordert. Oder man hätte einfach eine Aktion gemacht, wo man einen solchen Abend fotografiert, mit der Chance auf einen 500€ Flatrate Gutschein. Zu dieser Zeit waren sowieso alle 14-25 jährigen Tag und Nacht daheim, um GTV durchzuspielen, und hätten die Kohle sicherlich gut gebrauchen können, um überleben zu können.

Kurz und knapp: Ich find Lieferheld super, viele andere auch, aber ich bin mir sicher, dass man die (soziale Netzwerk) Reichweite ausbauen kann.